Collo gegen McDo

Personen

Harry J. Sonneborn (1916-1992)

Der Finanzchef, der McDonald's zu einer Immobiliengesellschaft machte. Ohne ihn hätte das Netz nur von Gebühren gelebt – und hätte wahrscheinlich nicht überlebt.

Kurz gefasst

  • Geboren 1916, gestorben 1992. Früher bei der Kette Tastee-Freez, 1956 von Ray Kroc angeworben.
  • Entwirft die Immobilienkonstruktion und gründet 1956 die Franchise Realty Corporation.
  • Erster President und CEO der McDonald's Corporation ab 1959.
  • Tritt am 8. Juni 1967 zurück, nach einem grundlegenden Streit mit Kroc über die Expansionsstrategie.
  • ⚠️ Der ihm zugeschriebene Satz — „Wir sind nicht im Restaurantgeschäft, wir sind im Immobiliengeschäft“ — kursiert ohne überprüfbare Primärquelle.

Die von Harry Sonneborn ersonnene Konstruktion ist das wirtschaftliche Herzstück des Modells. McDonald's verkauft nicht nur eine Lizenz: Der Konzern pachtet Grundstück und Gebäude — oder kauft sie — und vermietet sie mit Aufschlag an den Franchisenehmer weiter. Der Franchisenehmer zahlt also zwei getrennte Ströme: eine Gebühr auf seinen Umsatz und eine Miete.

Die Folge ist struktureller Art. Der Franchisegeber erhält eine Miete, ob das Restaurant gut oder schlecht läuft; und er besitzt den Vermögenswert — den Standort —, den der Franchisenehmer selbst nicht besitzt. Am Ende des Vertrags geht der Betreiber ohne die Immobilie.

Diese Konstruktion ist keineswegs verdeckt: McDonald's legt sie in seinen bei der SEC eingereichten Jahresberichten offen, in denen die Zeile der Mieteinnahmen schwarz auf weiß steht, getrennt von den Gebühren. Genau diese Verdopplung — Gebühr plus Miete — findet die Akte aus Antibes in den Büchern eines französischen Franchisenehmers der 1990er-Jahre wieder.

Quellen

Externe Quellen.

  1. Harry J. Sonneborn (Nachruf, 1992) — The New York Times

Wo dies in der Akte eine Rolle spielt

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