Die CJIP ist ein strafrechtlicher Vergleich nach dem Vorbild des amerikanischen deferred prosecution agreement. Sie löst ein reales Problem: Strafprozesse gegen Unternehmen dauern Jahre, und die Ungewissheit lastet auf Tausenden von Beschäftigten. Sie wirft ein anderes auf: Das Unternehmen zahlt, aber nichts wird entschieden, und kein Gericht sagt öffentlich, was geschehen ist.
Das Gegengewicht ist die Öffentlichkeit. Die Vereinbarung wird in öffentlicher Sitzung genehmigt und vollständig veröffentlicht — sodass die Tatsachen, so wie Staatsanwaltschaft und Unternehmen sie gemeinsam festgelegt haben, einsehbar werden.
Die von McDonald's France geschlossene CJIP, genehmigt am 16. Juni 2022, ist bis heute die bedeutendste im Bereich Steuerbetrug: 508,5 Mio. € Geldbuße im öffentlichen Interesse, zuzüglich 737 Mio. € Steuernachzahlung und Strafzuschlägen, insgesamt also 1,245 Milliarden Euro.